ICT · BIG DATA · 2 VON 5

Tracking &
Profile

Wie aus einzelnen Klicks ein Bild von dir wird – und wie genau dieses Bild ist.

Schätzen

Wie viele fremde Tracker lädt eine normale Nachrichtenseite?

Gemeint sind Firmen, die dich beobachten, obwohl du bei ihnen nie ein Konto hattest.

Häufig zwanzig bis über fünfzig.

Gleich prüfen wir das live – mit einer Seite, die ihr selbst aussucht.

Live · zwei Minuten

Schauen wir nach

🔦 Blacklight
themarkup.org/blacklight – eine beliebige Website eingeben und zählen, wie viele Tracker sie lädt.
🫆 Cover Your Tracks
coveryourtracks.eff.org – zeigt, wie einzigartig der Fingerabdruck deines Browsers ist.
  • Welche Seite eurer Wahl gewinnt – und warum ausgerechnet die?
  • Wie einzigartig ist dein Browser? «Einer unter wie vielen»?

Der Kern

Was du sagst – und was abgeleitet wird

Du hast nie dein Alter angegeben. Aber wer Lernhilfen für Mathe sucht und Lehrstellen anschaut, ist ziemlich sicher zwischen 14 und 18. Wer nachts Symptome googelt, liefert eine Vermutung über seine Gesundheit.
  • Schau in dein Werbeprofil bei Google oder Instagram: Was stimmt, was ist völlig falsch?
  • Was wäre die Folge, wenn ein Arbeitgeber oder eine Versicherung mit diesem – teils falschen – Profil über dich entscheidet?

Schweiz · Fallbeispiel

Cumulus, Supercard – und der persönliche Preis

Beide Detailhändler werten aus, wer was wann kauft, und vermarkten daraus Werbeprofile an die Markenindustrie. Der Konsumentenschutz kritisiert das seit Jahren.
  • Ein Rabatt, den nur du bekommst – ist das ein Geschenk oder ein individueller Preis?
  • Was bekommst du für deine Daten, und was ist es wirklich wert?

Positionierung · beweg dich

Wo stehst du?

Links zustimmen, rechts ablehnen. Bei jeder Aussage begründen zwei Personen von unterschiedlichen Seiten.

Kameras, die im Bahnhof Kundenströme messen, finde ich in Ordnung.

Ich würde meine Kundenkarte abgeben, wenn ich dafür 5 % Rabatt verliere.

Personalisierte Werbung ist praktisch – sie zeigt mir Dinge, die mich interessieren.

Es ist meine eigene Verantwortung, wenn ich getrackt werde.

Firmen sollten Daten nach einem Jahr löschen müssen.

Und wenn es schiefgeht?

Gesammelte Daten sind auch ein Ziel

2018 flossen bei einem Schweizer Telekomanbieter die Daten von rund 800'000 Kundinnen und Kunden ab. 2023 landeten nach einem Angriff auf einen IT-Dienstleister des Bundes Behördendokumente im Darknet. Niemand der Betroffenen hatte etwas falsch gemacht.

  • Prüft eure Mailadresse auf haveibeenpwned.com – wer hat Treffer?
  • Was macht ihr jetzt konkret damit?

Zum Mitnehmen

Du wirst nicht gefragt – du wirst berechnet.

Das Profil entsteht aus dem, was du tust, nicht aus dem, was du angibst. Und es bleibt bestehen, auch wenn es falsch ist.

→ Kapitel und Profil-Applet auf der Kurs-Website
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