Wie wird aus einem «A» eine Folge von 0 und 1?
01 · Das Problem
Zahlen haben wir schon zu Bits gemacht. Aber ein Text besteht aus Buchstaben, Satzzeichen, Umlauten, Emojis … Wie wird daraus eine Folge von Nullen und Einsen?
02 · Vorbild Brailleschrift
Die Brailleschrift codiert jeden Buchstaben mit 6 Punkten, die je gehoben oder flach sind – wieder nur zwei Zustände. Klick die Punkte oder wähle einen Buchstaben.
6 Punkte, je 2 Zustände: 2⁶ = 64 mögliche Muster – genug für Buchstaben, Zahlen und Satzzeichen.
03 · Die Idee
Alle einigen sich auf dieselbe Zuordnung. Welches Zeichen bekommt welche Zahl? Die Zahl schreiben wir binär – fertig sind die Bits.
Genau dieses Prinzip steckt hinter jeder Textcodierung. Der Unterschied liegt nur darin, wie gross die Tabelle ist.
04 · ASCII (1963)
7 Bit pro Zeichen → 2⁷ = 128 Zeichen. Genug für das lateinische Alphabet, Ziffern und Satzzeichen.
05 · Das Problem mit ASCII
Kein ä, ö, ü, kein é, kein Chinesisch, kein Emoji. Jede Sprachregion baute eigene Tabellen – ein Text aus Japan wurde in Europa zu Kauderwelsch.
Es braucht eine Tabelle für die ganze Welt.
06 · Unicode (1991)
Eine riesige Tabelle mit über 150'000 Zeichen aus allen Sprachen der Welt – jedes mit einer eindeutigen Nummer, oft hexadezimal geschrieben (z.B. U+00E4 für «ä»).
07 · UTF-8
UTF-8 übersetzt jede Unicode-Nummer in 1 bis 4 Byte. Der Trick: Die Anzahl führender 1er im ersten Byte verrät, wie viele Bytes das Zeichen hat. Klick ein Zeichen:
Markierungs-Bits · Nutz-Bits (die eigentliche Zeichen-Information)
08 · Zusammengefasst